Zielsetzung

Unity MARS ermöglicht es AR-Entwicklern, ihre Projekte schneller und effizienter durchzuführen. Es stellt professionelle Werkzeuge bereit, welche den Arbeitsprozess straffen und vereinfachen. Im folgenden Artikel wollen wir auf die grundlegenden Funktionen von Unity MARS näher eingehen.

Die Zukunft der AR-Entwicklung?

AR-Anwendungen sind dafür gemacht, in “Echtwelt-Situationen” benutzt zu werden. Von daher ist es nahezu unmöglich sämtliche Variablen mit einzubeziehen, welche ein Benutzer treffen könnte. Unity MARS’ große Stärke ist es jedoch, genau diese “Echtwelt-Situationen” zu simulieren. Dadurch können Entwickler die Prototypenphase stark vereinfachen, ohne viel Programmcode produzieren zu müssen.

Ein Screenshot von Unity MARS
Die Simulationsansicht (Simulation View) von Unity MARS

Echtwelt-Simulationen

Um dem Problem der endlosen Möglichkeiten der Echtwelt entgegenzukommen, gibt es in Unity MARS den “Simulation View”. Dieser ist mit einer Reihe von vorinstallierten Vorlagen ausgestattet, welche die echte Welt simulieren. Die Vorlagen enthalten unter Anderem Küchen, Büros, Museen und sogar eine kleine Stadt.

Objekte einfügen

Um ein eigenes Objekt in diesen Simulationen erscheinen zu lassen, müssen verschiedene Bedingungen erfüllt werden. Diese Bedingungen können wie gewohnt über den Unity Inspector eingegeben werden. Dazu gehört zum Beispiel die Mindest- und Maximalgröße der Fläche, auf welcher das Objekt später erscheinen soll. Wurden diese Werte einmal definiert, kann das Objekt an sämtlichen Orten der Simulationen und Echtwelt auftauchen. Vorausgesetzt, dass die eingegebenen Bedingungen erfüllt sind. Dieser Workflow macht es Entwicklern unglaublich einfach, die Projekte auf verschiedenste Umgebungen anzupassen.

Bedingungen einstellen in Unity MARS
Bedingungen einstellen in Unity MARS

AR-Testing im
Unity Editor

Unity MARS bietet Entwicklern die Möglichkeit, ihre AR-Anwendungen noch im Unity Editor zu testen. Früher musste die App dafür immer “gebuildet” werden. Da das Building und Geräte-Testing den Entwicklungsprozess erheblich verzögert, sind die Entwickler für dieses Feature sehr dankbar. Hierfür gibt es den sogenannten “Device View”. Er ist mit dem “Game View” im Vanilla Unity Editor vergleichbar. Sobald der Playbutton gedrückt wird, kann die AR-App getestet werden. So kann mithilfe der WASD-Tasten und Maus im virtuellen Raum navigiert, und beispielsweise das Spawnen von Objekten getestet werden.

Enorme Zeitersparnis

Wer bereits AR-Anwendungen entwickelt hat, kennt die üblichen Probleme. Es gibt unglaublich viel zu beachten, damit die App ordnungsgemäß funktioniert. Für jeden Test-Vorgang muss ein eigener Build erstellt und auf ein Gerät gespielt werden. Wurden diese unzähligen Testvorgänge für einen Prototypen durchgemacht, kann mit Stolz behauptet werden, die Prototypenphase hinter sich gebracht zu haben.

Unity MARS verhindert genau dieses Problem. Dank der Technologie können sich die Entwickler auf das Wesentliche konzentrieren. Es ist unglaublich leicht Objekte einzufügen, Bedingungen festzulegen und das Projekt zu testen.

Fazit

Jedes neue Produkt mit neuen Features, insbesondere in diesem Ausmaß, braucht zunächst eine gewisse Einlernzeit. Jedoch ist diese Zeit sehr gut investiert. Vor allem dann, wenn die Arbeit an zukünftigen AR-Projekten schneller und einfacher geschehen sollte. Ferner können durch den verbesserten Workflow viel mehr Iterationen durchgeführt werden. Diese ermöglichen eine höhere Qualität der App in kürzerer Zeit.

Wer Unity MARS nutzen möchte, kann derzeit für 50€ / Monat (oder 600€ / Jahr) eine Lizenz erwerben. Unity bietet außerdem eine kostenlose 45-tägige Testphase an. Damit können sich alle AR-Entwickler zunächst von der starken Vereinfachung selbst überzeugen. Im Studio werden wir zukünftig für AR-Projekte Unity MARS nutzen.

Ein Artikel von Brandon Drewes / Stand: 25. Juni 2020

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